Detail 1 Detail 2

Funktionsweise:
Um Abweichungen und Schwankungen im
Erdmagnetfeld zu messen, bedient man sich heute hochpräziser elektronischer
Magnetometer. Diese sind in der Regel für den Amateur viel zu kostspielig.
Eine Ausnahme bildet das
SAM.
Ein einfaches Fadenmagnetometer macht ebenso Schwankungen sichtbar und kann
sogar in einer weiteren Ausbaustufe außer quantitativen Messungen auch
qualitative Messungen ermöglichen.
Zwei an einem senkrecht gespannten Faden oder einer Nylonschnur befestigte
starke Rundmagneten tragen einen kleinen Spiegel. Ein einzelner Magnet
reicht auch, jedoch kann man zwischen zweien sehr gut Faden und Spiegel
einklemmen ! Der Spiegel dient dazu, einen von einem Laserpointer erzeugten
Lichtpunkt an einer mehrere Meter entfernten Wand abzubilden. Ist das System
in Ruhe und können von außen keine Störeinflüsse wirken (was aber nur selten
der Fall ist), so steht der Lichtpunkt mehr oder weniger ruhig an der Wand.
Mann kann sich das auch so vorstellen:
Der Lichtpunkt ist die Spitze einer mehrere Meter
langen Kompassnadel !!
Treten nun stärkere
Schwankungen im Erdmagnetfeld auf , so ändert der Punkt seine Lage.
Besonders gut kann man die Abweichungen sehen, wenn man eine Skala an der
Wand angebracht hat. Das System ist sehr empfindlich und reagiert auch auf
Autos, die draußen in ca 100 m Entfernung vorbeifahren. Ebenso sollten in
unmittelbarer Nähe des Aufstellortes keine Eisenteile oder andere
magnetische Einflüsse vorhanden sein. Das probiert man am besten aus.Um
nicht ständig neue Knopfzellen für den Laserpointer kaufen zu müssen, nimmt
man besser ein billiges 3 V Steckernetzteil. Die beiden kleinen Spiegelchen
( 5x10mm und 5x20mm) habe ich aus einer CD geschnitten, mit der die
Haushalte täglich zigtausendfach und umsonst von einem Internetprovider
überschwemmt werden :-))
Die beiden Spiegelchen kann
man auf der Aufnahme als rote Lichtpunkte erkennen. ( Detail 1 und 2 )
In meiner Version sind alle Komponenten ( bis aufs Steckernetzteil ) auf
einer 10 mm breiten und ca 30 cm langen Messingleiste angeordnet, die oben
und unten passend umgebogen ist und mit leichter Spannung im Gehäuse sitzt.
Das hat den Vorteil, dass ich ich bei Bedarf die komplette Einheit entnehmen
kann, zB. zur Änderung oder Reparatur.Die Gehäuseform spielt keine Rolle,
ich habe in diesem Falle einen Glaszylinder mit Fuß genommen.
Man sollte jedoch auf eine gute optische Qualität des Glases achten, damit
die Anzeige an der Wand sich halbwegs linear verhält und nicht durch
unterschiedliche Brechungen Verzerrungen entstehen.
Im Vorfeld der Ereignisse des 30.10.03 (Schwerer geomagn. Sturm mit
Polarlichtern bis nach Südeuropa) konnte ich mein Fadenmagnetometer
fertigstellen, nachdem ich mir im Web einige nützliche Tipps
angeschaut hatte.
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