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Entfernen des Unendlich-Anschlags bei einem Teleobjektiv Meyer-Optik-Görlitz 300/4 Orestegor Nachdem ich bei einer Internetauktion einen passenden Adapter zum Anschluss eines Teleobjektivs 300/4 Orestegor an meine EOS 300d gefunden hatte, dachte ich das waers gewesen und koennte nun "loslegen". Wie sich bald herausstellte sollte es aber nicht ganz so einfach sein. Bei Natur- und Landschaftsaufnahmen war die Bildqualitaet gut, nur bei Astroaufnahmen.......Ich benutzte zum Scharfstellen das hervorragende Programm DSLRFocus. Dabei musste ich feststellen, dass leider eine Winzigkeit bis zum Erreichen des optimalen Schaerfepunktes fehlte. Da ich die Abbildungsleistung des Objektives von der Arbeit mit der Pentacon Six her kannte wollte ich auf keinen Fall auf dieses Prachtstueck an der Eos 300d verzichten. Also musste ich feststellen ob es eine Moeglichkeit gab, den Unendlich-Anschlag etwas zu manipulieren. Nun, letztendlich wurde nicht nur eine Manipulation, sondern eher eine Amputation daraus. Der Anschlag musste komplett entfernt werden, leider liess sich der Stift nicht ziehen oder schrauben, sondern musste mit einem kleinen Multitool( in meinem Fall von Proxxon) mit der Trennscheibe abgefraest werden. Dadurch konnte ich dann den Entfernungsring ca 1cm weiter ueber das Unendlich Symbol hinaus drehen und somit stand schoenen Astrofotos nichts mehr im Wege( ausser dem Wetter natuerlich) Ich hab hier mal grob die Schritte bebildert. Es versteht sich von selbst dass ich keine Gewaehr fuer ein gelungenes Nachahmen uebernehme! Dies soll ja auch keine Anleitung zum Nachmachen sein sondern nur zeigen, wie ich es gemacht habe. Vielleicht gibt es ja noch einfachere Moeglichkeiten. |
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| Hier kann man schoen am kleinen roten Dreieck erkennen, wie weit man ueber Unendlich nach getaner Arbeit hinauskommen kann | |||
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Zuerst habe ich den hinteren grossen "Ueberwurf" Ring durch Drehen nach links abgeschraubt . Danach liess sich der naechste Ring (der mit dem Bajonett) einfach abheben. Nun kommen vier kl. Schrauben (tief versenkt) zum Vorschein. |
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So siehts aus wenn der 3. Ring entfernt ist. Zum Loesen der 4 Schrauben hab ich einen stabilen, schmalen Elektronik-Schraubenzieher(meinetwegen auch Schraubendreher) benutzt. Den kann man m.E. fester in den Schraubenschlitz druecken als die Feinmechaniker-Schraubenzieherchen.Dadurch ist die Gefahr des Rausrutschens nicht so gross. Ich habe besonders auf passende Klingenbreite und - staerke geachtet! Die Schrauben liessen sich erstaunlich gut loesen. Vielleicht hat ja der Vorbesitzer auch schon mal bis hier hin "gespechtelt" Eine Markierung in der Naehe des Stifts liess darauf schliessen. | ||
| Dann kam der
eigentlich kniffeligste Teil, und zwar das Abziehen des naechsten
Ringes. Das ist derjenige, der im Durchmesser am staerksten ist, arretiert
werden kann und an dem das Stativgewinde befestigt ist. Er liess sich
durch leichtes Wackeln und Ziehen (vorher grosse Raendelschraube an
der Seite loesen) nach oben abziehen und wird nur in einer kleinen Nut
gefuehrt. (Auf die richtige Position muss man auch beim Zusammenbau
achten). Beim Ziehen merkte ich, dass irgenwas hinter dem Ring
sitzen muss das ihn etwas stramm haelt oder zentriert. So war es auch.
Nach langsamem Weiterziehen kamen zwei gegenueberliegende Druck- Federchen
aus dem Schaft, so ca 3 mm. Also das Teil
ganz abgezogen und die Federchen, die nochmal in losen Huelsen stecken,
sicher aufbewahrt! Und da sah ich ihn, den "schoeneastrofotosverhinderer".
Ein Anschlagstift von ca 2mm Dicke und 10 mm Laenge. Alles Wackeln und
Drehen mit kleiner Zange war zwecklos, das Teil sass bombenfest. Es blieb
keine andere Moeglichkeit als den Stift komplett mit der kleinen
Trennscheibe( so etwa 20mm Durchm) abzutrennen. Weil das mit viel
Metallstaub verbunden ist arbeitete ich in unmittelbarer Naehe der
Staubsaugerduese(eingeschaltet), hab auch bis jetzt noch keine Partikel
entdeckt. Leider hab ich von dem Stift kein Foto machen koennen da ich den
Bericht hier erst viel spaeter geschr. habe. Habe aber das Objektiv
nochmal geöffnet um alle Schritte und die Stelle wo der Stift sass
zu zeigen. Links vom Stift sieht man die Huelse fuer die Feder etwas aus
dem Schaft schauen. Durch leichtes Drehen am Entfernungsring bekommt man
sie wieder mit dem Schaft buendig hineingesteckt. Das klappte leider nicht
mit den Federn. Sie schauen ihrer Aufgabe gemaess ein paar mm hinaus. Hier
muss ich betonen, dass es mir trotz allerlei Tricks nicht gelungen ist.
die Federn beim Wiederaufsetzen des Ringes unter diesen zu klemmen, obwohl
er leicht konisch angedreht ist und ich zuerst dachte es waere ein
Kinderspiel..... Also ohne die Federchen alles in umgedrehter Reihenfolge
wieder zusammengebaut und ----- ja, es hat funktioniert! Die fehlenden
Federchen bewirken nur ein leichtes Wackeln und etwas Spiel, haben aber in
keiner Weise die optische Leistungsfaehigkeit des Objektivs
beeintraechtigt. Ein paar Aufnahmen finden Sie hier
Und so sehen die Teile die man abbauen muss in der Reihenfolge von links nach rechts aus. Der Zusammenbau erfogte analog von rechts "nach" links. Im rechten Ring, also dem ersten beim Zusammenbauen, ist eine winzige "Nase" die in einer Nut am Schaft laeuft, Hat was laenger gedauert bis ich sie entdeckt hatte..... |
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c 2004 j. schäfer |
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